Die Deponie Ahrental ist in 3 Deponieabschnitte eingeteilt. In den bereits verfüllten Deponieabschnitten I und II wurden im Zeitraum von 1976 – 2002 ca. 2 Mio. m³ Abfälle abgelagert. In den Deponieabschnitten I und II ist eine Oberflächenabdichtung in Form eines Dachprofils aufgebracht, welche das Eindringen von Niederschlagswasser in den Deponiekörper verhindert.

Der Deponieabschnitt III mit einem Volumen von 1,6 Mio. m³ verfügt über eine Basisabdichtung nach dem neuesten Stand der Technik. Bis zum Jahr 2008 wurden im Deponieabschnitt III ca. 800.000 m³ unbehandelte Abfälle (Hausmüll, Sperrmüll, gewerbliche Abfälle, …) abgelagert:

Seit 1. Jänner 2009 dürfen laut Deponieverordnung keine unbehandelten Abfälle mehr deponiert werden, weshalb im Deponieabschnitt 3 nur mehr inerte Abfälle, wie z.B.  Baurestmassen, verunreinigte Böden sowie Verbrennungsrückstände aus thermischen Prozessen abgelagert werden. Das noch zur Verfüllung zur Verfügung stehende Deponievolumen beträgt ca. 700.000 m³.

Deponiesickerwasser

In der Deponie Ahrental fallen pro Jahr ca. 30.000 m³ Deponiesickerwässer an. Das Deponiesickerwasser wird über Drainageleitungen an der Deponiebasis gefasst und anschließend durch Leitungen im Kollektorbauwerk (430m langer, begehbarer Tunnel unter der Deponie) in zwei Sickerwassersammelbecken abgeleitet. Aus dem Sickerwassersammelbecken kann das angefallene Sickerwasser über Mess- und Kontrolleinrichtugen der Abwasserreinigungsanlage der Innsbrucker Kommunalbetriebe zugeführt werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit Deponiesickerwasser wieder in den Deponiekörper einzubringen, um  den organischen Abbauprozess im Deponiekörper (Produktion von Deponiegas) zu optimieren.

Sicherung des Grundwassers

Der durch das Ahrental verlaufende Grundwasserstrom wird am nordwestlichen Talende durch eine 52 Meter breite sowie 46 Meter Tiefe, in den anstehenden Fels eingebundene Dichtwand abgesperrt. Das so aufgehaltene Grundwasser wird über zwei Grundwasserbrunnen abgepumpt, auf etwaige Belastungen untersucht und kann anschließend in den, unter der Deponie Ahrental verlaufenden Triebwasserstollen des Kraftwerks Untere Sill eingeleitet werden, in welchem das abgeleitete Grundwasser wiederum zur Stromerzeugung genutzt wird.

Deponiegas

Im Deponiekörper entsteht durch den bakteriologischen Abbau von organischen Inhaltsstoffen des abgelagerten Abfalls Deponiegas, welches zum Hauptteil aus Methan sowie Kohlenstoffdioxid besteht. Dieses heizwertreiche Deponiegas wird durch ca. 150 Gasbrunnen gefasst und über eine aktive Entgasungsanlage einem Blockheizkraftwerk zur Verstromung zugeführt. Pro Jahr werden so ca. 3 Mio. kWh Strom produziert, welches dem durchschnittlichen Strombedarf von ca. 1000 Haushalten entspricht.